Die Konzeption zu unserem Betreuungsprojekt wird derzeit durch die Sozialagentur des Landes Sachsen-Anhalt geprüft und befindet sich daher noch in der Aufbauphase und wird erst im Laufe des Jahres 2019 zur Verfügung stehen.

Worum geht es?

Mit einer zunehmenden Überalterung der Gesellschaft nehmen auch die Probleme bei der Betreuung und der Verhinderung der Vereinsamung älterer Menschen einher.

Mit steigendem Alter und abnehmender Alltagskompetenz steigen die Hilfebedürftigkeit und die Tendenz sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen oder zurückziehen zu müssen. Damit beginnt eine gefährliche Spirale, da mangelnde soziale Kontakte den Alterungs- und Krankheitsprozess oftmals beschleunigen und/oder verschlimmern.

Der Bereich Schönebeck (Stadt und ehemaliger Landkreis) ist hier in seiner Verantwortung besonders gefragt, da der Durchschnitt an hochaltriger Bevölkerung hier höher ist, als im bundesweiten Durchschnitt.

Laut dem Mikrozensus von 2011 liegt der Anteil der über 60 jährigen in der Stadt bei 34,1%. Auf die Haushalte heruntergebrochen bedeutet das, dass in der Stadt 30,5% der Haushalte reine Seniorenhaushalte sind, wobei diese Zahl in Sachsen-Anhalt bei 25,3 % und Deutschland bei 22% liegt.

Diese regionalen Erfahrungen bewegten den Allgemeinen Behindertenverband dazu, die vorhandenen lokalen Angebote zu analysieren und aus diesen Erkenntnissen, ein neues zukunftsfähiges Konzept zu entwickeln.

Diese Konzeption bezieht sich auf die Verbesserung der Betreuung und Integration von Bürgerinnen und Bürgern, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf zeitweilige Hilfen angewiesen sind. Verschiedener Angebote und Möglichkeiten von Beratung, Betreuung, Beschäftigung, Schulungen sind geplant. Dabei richten sich die Angebote nicht nur an die Betroffenen selbst, sondern auch an deren Umfeld.

Mit dem Angebot soll eine Vereinsamung verhindert und abgebaut, sowie die Angehörigen in ihrer täglichen Betreuungssituation entlastet werden.

Inhaltlich sollen je nach Wunsch und Möglichkeiten folgende Angebote unterbreitet und zur Auswahl gestellt werden:

  • Biografiearbeit zur psychischen Stabilisierung und zur Förderung von kognitiven Funktionen
  • Einzelgespräche zu unterschiedlichen Themen
  • Beratung der alleinlebenden Nutzer oder der Angehörigen
  • Beschäftigung, z.B. durch gestaltende Tätigkeiten
  • Lesen / Vorlesen
  • Spaziergänge / Ausflüge
  • Aktivierung durch Training von Tätigkeiten des täglichen Lebens (gemeinsames Kochen, einkaufen….)